Gunter zog ein Messer aus seinem Gürtel und packte ein Büschel der Haare des Jungen. Mit ein paar groben Hieben schnitt er ihm die Locken ab, gerade so, als würde er einen Hanfstrick durchsägen. Dabei kam ein missgestaltetes Ohr zum Vorschein, an dessen Rückseite eine lange Narbe verlief.

„Halbblut!“ Voller Abscheu stieß er das Wort hervor. „Verdammter Mischling des Waldes!“

Normalerweise machte Gunter keine Jagd auf das Waldvolk. Sie waren niederträchtig, rachsüchtig und zu schlau für ihr eigenes Wohl.

Der Junge gab einen kehligen Laut von sich, der fast wie ein Lachen klang, bevor alles um Gunter herum schwarz wurde. Nur einen Moment lang, einen furchterregenden Moment lang, in dem er zu den Göttern betete.

Als sein Augenlicht wiederkehrte, fand sich Gunter alleine im Wald wieder. In den Händen hielt er ein Haarbüschel und ein Paar leere Fesseln.

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Das Volk, das weithin als Halbelfen bekannt ist, ist keine Rasse im eigentlichen Sinne. Die Halbelfen sind eher eine lose zusammenhängende Gemeinschaft von Ausgestoßenen, die durch ihr gemischtes Blut und ihren Ausschluss aus der reinblütigen Gesellschaft miteinander verbunden sind. Die Halbelfen sind stärker als die meisten Elfen und schneller als die meisten Menschen und eignen sich perfekt als Druiden, Bogenschützen und Spurenleser – sie nutzen diese Fähigkeiten, um andere ihrer Art aufzuspüren und ihnen Beistand und Schutz zu bieten.

Häufig schließen sich die Halbelfen in sogenannten Clans zusammen, eine Art Kombination aus Adoptivfamilie und Söldnervereinigung. Im Allgemeinen gelten die Halbelfen als nicht sehr fromm, Clanmitgliedern steht jedoch frei, jeden Gott ihrer Wahl anzubeten. So finden einige Trost in den menschlichen Göttern, und andere rufen lieber die Alten Götter an: Wolf, Schlange, Bär und Spinne.

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