DER ERBÄRMLICHE GOTT

Das Buch der Schatten, Kapitel 19: 2 bis 14

2 Und so schwor Arkon, seinen Bruder der Gerechtigkeit zuzuführen, 3 doch sein Herz verlangte nach Rache, nicht nach Frieden. 4 Mit Bitterkeit und Zorn ergriff er das Großschwert Vergeltung und schwor, dass diese Untat nicht ungesühnt bleiben sollte. 5 Der Hohe Prinz rief seinem Zwillingsbruder über die Fünf Himmel zu, 6 „So wie du mich beschämt hast, so werde ich dich beschämen!“ 7 Und er forderte den Prinzen Kane zu einem Duell beim ersten Morgenlicht heraus.

8 Der jüngere Prinz Kane vergoss Tränen, denn der Verlust seines Bruders war nahezu so groß wie der Verlust des Lebens 9 und die Scham wog schwer auf seinen breiten Schultern. 10 Bei Morgendämmerung begab sich Kane zum Ort, den sein Bruder gewählt hatte, 11 doch seinen Großhammer Kummer brachte er nicht mit.

12 Der erste Morgenvogel war Zeuge seines Eintreffens und sprach zu ihm: 13 „Warum kommst du unbewaffnet zum Hause deines Vaters?“14 Und Kane antwortete: „Ich kann nicht rückgängig machen, was ich getan habe. Ich will nicht länger leben.“

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