DIE MUTTER DER KATZEN

Illara die Reisende unterscheidet sich sehr vom Rest ihrer Geschwister – sowohl im Hinblick auf ihr Äußeres als auch auf ihr Temperament. So scheint sie von den Machenschaften um den Tod Gaeas, das Verschwinden ihres Vaters und wer auf dem Drachenthron sitzen wird, weitgehend gelangweilt, wenn nicht sogar verärgert zu sein.

Stattdessen scheint sie sich in die Forschung zu stürzen, um herauszufinden, was jenseits des Arkanen verborgen liegt – Universen jenseits Lyessas Schwanz. Die Legende besagt, dass sie – Beschwörerin und Zauberin des höchsten Ranges – hinter den Schleier aus Raum und Zeit reist, um mit den Tiergöttern zu sprechen. Vielleicht hat sie dort auch eine Übereinkunft ausgehandelt, die ihr zu einer Armee aus Anhängern verholfen hat: Alle katzenartigen Untergebenen unterwerfen sich Illaras Herrschaft.

Illara ist unnahbar und wird der mondänen Angelegenheiten der Götter und Menschen schnell müde. Zu den seltenen (und häufig tödlichen) Gelegenheiten, wenn sie geruht, mit den Sterblichen zu sprechen, scheint sie der Hunger und das Schicksal der sterblichen Völker unberührt zu lassen.

Sie repräsentiert das Gleichgewicht in seiner wohl reinsten Form: Ihr ist einfach alles egal.

Von allen Göttern ist sie die Einzige, die das Geheimnis kennt, wie die Mauer zwischen diesem Universum und den anderen durchbrochen werden kann. Ihre Anhänger verehren sie im vollen Bewusstsein zweier Gewissheiten: Dass sie nur mit ihrer Hilfe dem Hunger entkommen können und dass die Göttin ziemlich abgeneigt zu sein scheint, diese Hilfe anzubieten.

Du brauchst Hilfe??