Aha, ich verstehe. Du denkst also, ich sei ein angeheuerter Söldner, richtig? Dass ich meine Kriegskunst gegen bare Münze an den Meistbietenden verkaufe?

Bitte lass mich dich eines Besseren belehren.

Für mein Volk sind Duelle mehr als eine Möglichkeit, einen Streit beizulegen. Sie sind ein Ritual, eine Sitte, die uns daran erinnert, dass das WIR wichtiger ist als das ICH.

Wir alle müssen uns der Wahrheit beugen. Ohne Wahrheit kann es keine Gerechtigkeit geben. Ohne Gerechtigkeit kann es keine Gesellschaft geben, denn wenn wir es jemals zulassen, dass das Ich wichtiger wird als das Wir, dann wird es bald kein Wir mehr geben. Und wenn es kein Wir mehr gibt, dann werden Ich – und Du – unser sicheres Ende finden.

Um ein Duellant zu werden, studiert man weder die Kunst der Klinge noch die der Pistole. Zunächst studiert man das Gesetz und die Wahrheit. Ein Duellant wird nur dann für eine Sache kämpfen, wenn er diese auch für gerecht hält. Hat er sich einmal dieser Sache angenommen, muss er mit jeder Faser seines Körpers für sie kämpfen: vor Gericht, in der öffentlichen Meinung ... und natürlich im gerichtlichen Zweikampf, sollte dies erforderlich sein.

Gewinnt er diesen, so wurde mit Sicherheit Gerechtigkeit geübt. Erweist sich die Sache, für die er kämpft, als ungerecht, dann verliert er ehrenhaft, und wieder wurde Gerechtigkeit geübt.

Verstehst du jetzt? Duellanten sind keine Waffenmeister, Soldaten oder Söldner. Sie sind die Rechtsprecher der Wahrheit, die Bewahrer des Wir.

Nun sage mir, für welche Sache kämpfst du? Wir sehen dann, ob sie auch würdig ist.

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Er verbeugt sich tief und voller Anmut. Mit kleinen Augen blickt er unter der tief heruntergezogenen Krempe seines Federhuts hervor. Weder seine gerümpfte Nase noch sein schiefes Lächeln lassen vermuten, was er im Schilde führt. Er vollführt eine schwungvolle Geste mit seiner Klinge, blinzelt und lächelt – dann zieht er seine Pistole und drückt ab.

Ein Meeraner mit braunem Fell gräbt sich aus dem Boden und wirft dabei jede Menge Erde und Grasbüschel auf. Er wischt sich mit einer Pfote den Dreck aus dem Gesicht und aus den Augen und zieht dann eine in Leder gebundene Schriftrolle aus dem Boden. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht entrollt er seinen Schatz: eine Karte mit den Standorten seiner Gegner, die er mit seiner zierlichen Hand bis ins kleinste Detail aufgezeichnet hat.

Duellanten sind seltene Persönlichkeiten und einzigartige, vielseitige Soldaten, die sich durch ihre einzigartige Kombination aus Klingenkunst, unglaublichen Reflexen und meisterhaften Kenntnissen in Bauhandwerk und Alchemie auszeichnen. Dank dieser ungewöhnlichen Kombination von Fertigkeiten sind sie auch die einzigen, die das als „Schießpulver“ bekannte alchemistische Material herstellen (und verwenden). Sowohl als Krähen als auch zu Lebzeiten sind die Duellanten für gewöhnlich loyal und vertrauenswürdig und treten immer ruhig und freundlich auf. Pessimismus scheint bei ihnen selbst in den aussichtslosesten Situationen keine Chance zu haben.

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