Ich weiß, was man sich über die Männer der Kirche erzählt. Ich verspreche dir, ich bin nicht wie sie.

Viele Leute behaupten von sich, die Götter zu kennen. Alles Toren oder Lügner. Man kann vielleicht von den Göttern wissen. Oder die Götter können einen kennen. Aber zu behaupten, man würde die Götter kennen? Das ist eine Torheit. Die Götter sind nicht dazu da, verstanden zu werden. Die Götter sind nicht dazu da, hinterfragt zu werden.

Wer sind wir, Ansprüche zu erheben gegenüber denjenigen, die die Himmel erschufen? Wer sind wir, die Absichten derer zu hinterfragen, die uns das Leben gaben?

Zu Lebzeiten habe ich ihnen gedient, und ich fühle mich geehrt, dass sie immer noch Verwendung für mich haben. Würdig fühle ich mich nicht, doch sie haben mich gebeten, und ich gehorche. So einfach ist das. Denn wer bin ich, die Götter in Frage zu stellen?

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Die Miene des Steingeborenen-Priesters verdunkelt sich, als er vor dem Grab niederkniet. Er murmelt vor sich hin, ein Gebet für die Toten – oder vielleicht auch für die Lebenden. Er hebt eine Hand, und seine Bitte wird von einem sanften Leuchten beantwortet, das die alte Grabstätte mit Licht, Wärme und Musik erfüllt.

Der Meeraner-Priester spricht zur aufgebrachten Menge. Seine leise Stimme scheint viel weiter zu tragen, als es seine kleine Statur hätte vermuten lassen. Worte und Melodien erklingen aus seinem Mund, die gleichzeitig fremd und vertraut klingen. Er singt ein Lied von Göttern und Helden, von vergebenen Sünden und wiedervereinten Familien. Die Menge verstummt und hört ihm zu.

Zu Lebzeiten tragen die Kleriker viele Namen: Priester, Prälaten, Bischöfe, Hohepriester. Einige von ihnen glauben an einen einzigen Gott, die meisten sind jedoch pantheistisch und widmen ihr Leben dem Studium und dem Anbeten aller Götter. Sie studieren die Sprache des Allvaters, um den Schmerz und das Leiden anderer zu lindern. Die meisten Kleriker sind von Haus aus auch Krieger, da sie wissen, dass der Mahlstrom der Schlacht ihnen die beste Möglichkeit bietet, ihre Fähigkeiten so häufig wie möglich einzusetzen. Als Krähen verbringen die Kleriker ihr Leben im Jenseits, wie sie es auch im Diesseits getan haben: im Dienste der Menschheit und auf Geheiß eines Gottes – oder vieler Götter.

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