ÜBER ELCHE

Der weiße Hirsch
von Aster Cantory, Barde von Slipshire

Tief in den Wäldern ein Elkin ,
Immer auf der Pirsch nach schneeweißen Fellen.
Ein Hirsch, so sprach die Legende, könnte seine Schande tilgen,
Sein Traum? Seine unnatürliche Gestalt zu verlieren.
      Er, gekrönter Meister der Jäger.

Auf einer moosbedeckten Lichtung eine Rast legte er ein,
Gewiss war er, seine Beute nach diesem Test wäre sein.
Seine Augenlider fielen zu, seine Willenskräfte schwanden,
Und schon bald lag er darnieder, das weiche Moos an seinen Wangen.
      Weich und sanft liebkoste ihn der Wald.

Aus dem Zwielicht trat eine Vision hervor,
Von Kopf bis Huf ganz Alabaster.
Der Jäger erhob sich, den Bogen in der Hand,
Einen Pfeil von der Sehne ließ er schnellen, all seine Angst verschwand.
      Doch ein Atemzug und der weiße Hirsch ward nicht mehr.

An seiner Statt D'orion stand dort.
„Alle, die meinem Geschenk entsagen, mein Fluch sei gewiss, sofort.
Mögest du den Rest deiner Tage durch die Wälder streifen,
Ein Leben voller Qualen für deine verräterischen Weisen.“
      Und zu diesem Zwecke Seine Hand Er erhob.

Das Herz des Jägers erstarrte, Panik ihn ergriff.
Sein Körper krümmte sich vor Schmerzen so tief.
Sein Fell wurde ganz weiß, seine Finger formten ein Band,
Bis seine Hände Hufe waren und auf allen Vieren er sich wiederfand.
      Vom Elkin zum Elch wurde er.

D'orion lächelte vor sich hin, sein Blick voller Hass.
„Zu dem, was du suchtest, du bist geworden: ein Hirsch über und über weiß.
Nie und nimmer wirst du finden einen Tag der Rast,
Bis die Pfeile eines Jägers finden in deiner Brust ihren Platz.“
      Seine Rache war geübt und D'orion verschwand.

An alle, die zu tief in den Wald sich wagen,
Passt auf, die Ruhe dort nicht zu sehr zu stören.
Denn der Wald von mächtigen Geistern er wird bewacht,
Und wer nicht achtet ihr natürliches Recht,
      Soll finden den Zorn des Elchenfürsten.

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